Montag, 19. Oktober 2009

Verbündeter in Sachen Liebe...

...ist der Fluß, der besonders im Kölner Raum menschliche Wesensmerkmale zugeschrieben bekommt und dessen Ausstrahlung und Geruch so unabdingbar dort zum Leben gehören, wie die Familie oder die Arbeit.
Na und genau dieser Strom, der Rhein, hütet abertausend süße Geheimnisse: Wenn man mit dem Zug nach Köln reist, und kurz vor Erreichen des Hauptbahnhofs langsam über die Deutzer Brücke tuckert, dann versucht man zunächst, einen Blick auf den Dom zu erhaschen. Fokussiert man aber die Brücke selbst, und die Gitter, die das Schienennetz von den Passanten und Fahrradfahrern trennen, dann sieht man unzählige Vorhängeschlösser daran hängen. Alle verschlossen.
Und von allen liegen die Schlüssel auf dem Grund des Rheins. Er hütet sie, gibt sie nicht mehr preis und ist somit der Verbündete in Sachen Unauflöslichkeit neuer, frischer, zarter Liebe. Da wünscht man sich, dass es sich für all die Schlüsselchen so bestätigt: "et hätt noch immer joot jejange..."

Montag, 12. Oktober 2009

Meine Argumente verdoppeln sich

Bisher habe ich in meinen Trainings immer erklärt, wie erfahrene Wertschätzung auf die neurologischen Belohnungssysteme wirkt. Da werden Botenstoffe wie Neurotransmitter und Hormone aktiviert, die zu Wohlbefinden und Aktivität führen.
Jetzt habe ich auch noch herausgefunden, dass gleichzeitig Stressimpulse vermindert werden, indem Aktivität in Hirnregionen, die mit Angst, Traurigkeit und Aggression in Verbindung gebracht werden, unterdrückt wird.
Nachzulesen bei Dr. Eva Selhub, die mir mit ihrem Buch 'the love response' sehr aus dem Herzen spricht.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Meine Freunde von der Deutschen Bahn...

...haben es einmal mehr geschafft, mir die beste Vorlage für die schlechteste Kundenorientierung zu liefern. Danke!
Wieder auf dem Weg ins Rhein- Main- Gebiet, stand ich - einen Kaffee schlürfend - im Bordbistro und beobachtete das Geschehen. Nun war der nicht besonders unfreundliche Servicemitarbeiter, dem ich mein Getränk verdankte, soeben hinter der Ausgabe entschwunden und durch die Dame, die mit dem Wagen durch die Gänge zieht, ersetzt. Sie war aber gerade damit beschäftigt, alles Verkaufte zu bonieren.
Da kam ein Neukunde daher, blieb erwartungsvoll vor dem Tresen stehen, aber nichts geschah. Die bonierende Dame würdigte ihn keines Blickes, obwohl besagter Herr nur ca. 1 m von ihr entfernt stand und schweigend wartete. Jenseits der Schwelle.
Nun geschah, was ich schon vorausgeahnt hatte: Der Mann machte nach einer Zeit eine leichte Rückwärtsbewegung und ließ die Schultern hängen. Nach weiteren kostbaren Sekunden trat er den Rückzug an und kam nie wieder...
Ach, Deutsche Bahn, was habt Ihr da schon wieder neurologisch angerichtet...

Montag, 28. September 2009

Keine Liebesbeweise in Zeiten von H1N1

Wie unkooperativ ist das denn:
Schulferien und Feiertage bis in den Oktober zu verlängern ist eine Sache.
Vor Küssen des Schwarzen Steins an der Kaaba in Mekka zu warnen eine andere.
Aber eine Empfehlung dafür zu geben, auf Abstand zu gehen und Begrüßungsumarmungen mit Kussbegleitung durch schnöden Handschlag zu ersetzen, das geht gar nicht.
Dann wird es im arabischen Raum ja so wie bei uns: Menschen bekommen andere Krankheiten. Berührungsdefizite z. B., oder Distanzneurosen. Und dann müssen dort im Morgenland auf einmal auch mehr Frauen zur Kosmetikerin gehen und Männer zum Stammtisch...

Montag, 21. September 2009

Lederhosen - Kooperation

Es ist das ureigenste Bedürfnis des Menschen mit anderen zu kooperieren. Diese Motivation steht noch vor dem Selbsterhaltungsantrieb und kann bei Unvermögen und Verweigerung zu Krankheit und Schlimmerem führen.
Bestes Beispiel: Die Wies'n. Wer jetzt durch München geht, sieht den Wunsch nach Kooperation in seiner stärksten Ausprägung. Jede zweite Frau und jeder zweite Mann trägt Dirndl, bzw. Lederhosen. Oft sogar im Rollentausch. Die wollen alle dazu gehören, zur Maßstemm- Hendl- Lautsingtruppe. Da werden Emotionen freigesetzt, die nur in Tracht sooo schön sind. Wer da in schnöder Jeans sitzt, läßt bestimmt den Kopf hängen.
Na dann: 1, 2 gsuffa...

Montag, 14. September 2009

Wer schneller lebt, ist früher fertig

Dieser Satz, der so locker, leicht und unspektakulär daher kommt, hat mich doch verfolgt, nachdem er mir bei meinen Vorbereitungen zum Thema 'Stress im Telefonkontakt' so ganz nebenbei vor die Linse rutschte.

Und nun frage ich mich die ganze Zeit: "Will ich das, früher fertig sein?" Nein!

Montag, 7. September 2009

Mentale Unterernährung

Für eine ganz bestimmte Vorbereitung habe ich die Aussagen von Schulz von Thun wieder entdeckt und bin dabei über einen Satz gestolpert, den ich in Zukunft auch mehr beherzigen will:

Wer nur noch Informationen und Fakten konsumiert, ist an der Oberfläche überfüttert, und im Kern unterernährt.
Ich verstehe es so, dass das Sammeln und Abarbeiten von Terminen, Verabredungen, Informationen, Internetbesuchen etc. dem Tempo des Geistes widerspricht. Nur mit einer gewissen Tiefe, einem Verweilen und dem Aufbau von wirklichen Beziehungen ist man ausreichend versorgt für ein gutes Leben.