Donnerstag, 31. Dezember 2009

Wie kommt das Gute in die Welt?

Ein gelungenes ZEIT- Dossier kommt zu dem Schluss, dass altruistisches Verhalten noch nie so notwendig wie heute war: nie zuvor haben Menschen über Kontiniente hinweg so viel Austausch gepflegt und versucht, gemeinsam weltumspannende Probleme zu lösen.

Heißt es dann, dass Altruismus allein selig machend ist? Nein! Ein gesunder Egoismus gepaart mit Empathie ist der Schlüssel zum Glück. Denn Mitgefühl ist weder altruistisch, noch eigennützig....und hebt die überschätzte Bedeutung des Individuums auf.

Viele empathische Momente im Neuen Jahrzehnt wünsche ich allen, die dies lesen.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Vergnügungen

Der erste Blick aus dem Fenster am Morgen
Das wieder gefundene alte Buch
Begeisterte Gesichter
Schnee, der Wechsel der Jahreszeiten
Die Zeitung
Der Hund
Die Dialektik
Duschen, Schwimmen
Alte Musik
Bequeme Schuhe
Begreifen
Neue Musik
Schreiben, Pflanzen
Reisen
Singen
Freundlich sein.

Berthold Brecht

Allen Freunden, Kunden, Verwandten und Bekannten wünsche ich ein fabelhaftes Weihnachtsfest und einen zuversichtlichen Start im Neuen Jahr.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Konsum versus Kooperation

Alle Jahre wieder stelle ich mir die Frage, ob denn das Schenken zu Weihnachten Sinn macht und ob die Besinnung auf immaterielle Werte in diesem Zusammenhang nicht wichtiger ist.

Und da finde ich im Wirtschaftsteil der ZEIT einen Artikel, der das 'Hohe Lied' des Schenkens singt. Darin wird aber zunächste gnadenlos ökonomisch bewertet: Was den Schenkenden beispielsweise 50 EURO kostet, kann für den Beschenkten im schlimmsten Falle gar keinen Wert haben. Hier entsteht eine Fehlverteilung der Ressourcen, was die schlimmste Sünde für Ökonomen ist.

Im weiteren Verlauf wird das psychische Einkommen, das ein Geschenk auch bedeuten kann, angeführt. Hier geht es um Bindungsaufbau, Vertrauen, Liebesbeweise, etc.. Und aus dem kooperativen Blickwinkel betrachtet ist es genau das, worauf es ankommt: Beziehungen aufbauen und pflegen, etwas von sich geben und sich in den anderen einfühlen.
Dann klappt es auch mit der richtigen Verteilung der Ressourcen...

Dienstag, 1. Dezember 2009

Geistiges Duell

Gestern mein Sohn zu mir:

Ich möchte mich gerne mit Dir geistig duellieren, aber ich sehe, Du bist unbewaffnet.
Form gewahrt, Humor bewiesen, Situation gerettet, die Kuh war vom Eis.
So gehts auch...

Montag, 23. November 2009

Psychische Gesundheit...

...ist derzeit in aller Munde: Wer ist denn psychisch gesund? Haben wir nicht alle mal seelische Aussetzer, Ängste, Zwänge, Hochs und Tiefs?
Ja, das ist so, denn das seelische Gleichgewicht ist nun mal inneren biochemischen und äußeren Einflüssen und damit Schwankungen unterworfen. Freud definiert psychische Gesundheit als 'die Fähigkeit zu lieben und zu arbeiten'. Das ist eine sehr weit gefasste und doch differenzierte Beschreibung, wenn man sie zuende denkt.

Ich füge noch hinzu, dass derjenige psychisch gesund BLEIBT, der außerdem ACHTSAM mit sich selbst und seinen Bedürfnissen ist, diese erkennen und benennen kann, auch gegen soziale Widerstände. Hinzu kommt noch erlebte SELBSTWIRKSAMKEIT. Etwas bewirken zu können, Pläne umsetzen zu können.
Auch dazu ist KOOPERATION unverzichtbar. Denn die Wirksamkeit spiegeln die anderen wieder.

Donnerstag, 12. November 2009

Kooperation an der Basis

Heute auf dem Wochenmarkt in Unterhaching: Dort gibt es einen Bäckerwagen, der berühmt ist für sein Schmalzgebäck. Sie wissen schon, das sind diese figurunfreundlichen, mit Fett vollgesogenen Teile, die so oberlecker sind....
Und an diesem Bäckerwagen beobachtete ich heute folgende Interaktion: Zwei Jungs, etwa 10-11 Jahre alt, hatten dringend Lust auf so ein Schmalzteil, allein, das Geld reichte nicht aus für eine üppige Zuckerbrezen. Da erbarmte sich die Dame, die dahinter stand, und legte das fehlende Geldstück dazu. Sie brachte die Jungs zum Strahlen. Aber nicht nur die. Auch der fesche Bäckersmann freute sich sichtlich und schenkte den Buben noch 2 Quarkbällchen dazu.
Der Dame, die 6 von den Quarkbällchen kaufen wollte, zählte er vor ihren Augen 6 von diesen in die Tüte, und gab gleich noch 2 dazu, indem er die 5 und 6 wiederholte. Das war herrlich. Alle strahlten und für einen Moment war das Leben in Unterhaching ein kleines bißchen besser geworden.

Sonntag, 1. November 2009

Nutzt jedem, passt immer

Ist das nicht mal eine gute Nachricht aus dem Wirtschaftsteil der 'ZEIT'? Da hat die Internationale Fernmeldeunion beschlossen, dass es ab 2010 nur noch EIN Ladegerät für ALLE Handys geben soll.
Da kann man jederzeit und überall kooperieren: "Entschuldigen Sie, können Sie mir Ihr Kabel leihen...?" oder, "darf ich aushelfen, ich habe meines gerade griffbereit."
Nie wieder aus falscher Sparsamkeit das ein oder andere Gespräch verschoben, Photo verkniffen, Lied versagt.
Und dann kann man auch mal völlig zwanglos das ein oder andere Gespräch beginnen und auch als Mann den Hilflosen mimen...auch wenn man das eigene Kabel irgendwo sicher in der Tasche weiß...